Submitted by andrea redi on Thu, 2008-10-16 09:15.

emil gruber
WAHRNEHMUNG VON VIRTUELLEN RÄUMEN DURCH BILDER
bereits der erste blick eines urbewohners der erde auf sein spiegelbild in einer wasseroberfläche war ein blick in einen virtuellen raum.wir nehmen bilder?also durch mustererkennung in uns auf. daher wechselt?die wahrnehmung ständig zwischen realen und virtuellen räumen. wenn wir um uns schauen, sind unsere augen kameras, die einen permanenten strom von bildern erzeugen.
wir rahmen, komponieren, schneiden und montieren. und erzeugen schlussendlich einen film aus unseren wahrnehmungen.
wir konstruieren und dekonstruieren parallel die inputs in unserer visuellen aufbereitung, mittlerweile extrem beeinflusst durch die massenmedien.
der deutsche philosoph wolfgang welsch spricht in diesem zusammenhang von der anästhesierenden kraft der asthetik.
wenn eine echte kamera eingeschaltet wird, dann arbeitet sie wie ein schwarzes loch, sie schluckt, verwandelt und transferiert ein bild aus der drei in die zweidimensionalität.
bilder sind somit tote dinge, erst der betrachter wiederbelebt sie durch seine eigene interpretation